Erst unsere Ignoranz…

9 05 2011

[Dieser Artikel beinhaltet lediglich meine Meinung, ein wenig Sarkasmus und je nach Ausmaß der eigenen Auffassungsgabe bestimmt auch Provokationen]

…zeichnet unsere Aufmerksamkeit aus.

Ja, die Überschrift stellt an sich bereits ein Wortspiel dar. Denn wodurch äußern wir unsere Aufmerksamkeit? Prinzipiell zählt dazu jede überlegte Handlung zu einem Thema, einer Person oder einer Situation. Auch wenn wir zum Beispiel etwas ignorieren, so beschäftigen wir uns doch alleine durch den Gedanken “Nein, ich ignoriere das, es interessiert mich nicht”  mit diesem Thema. – Ignoranz ist also variabel und sollte wohlüberlegt angewandt werden.

Meiner Meinung nach ist Ignoranz kein Luxus, kein Tabu, sie ist nicht einmal etwas besonderes. Sie wurde zu einem bedeutenden Inhalt unseres Alltages. Und warum? Weil wir es uns eben leisten können. Wir sind zwar jederzeit zum Denken, jedoch nicht zum Handeln gezwungen. So können wir uns über Themen den Kopf zerbrechen, müssen jedoch nicht handeln. In der Politik sehe ich Ignoranz im Bereich des Umweltschutzes (obwohl da noch einiges hinzukommt…), in der Gesellschaft stellen Randgruppen Personen dar, die meist ignoriert werden.

Heute können wir uns die Ignoranz leisten. Denn heutzutage ist unser Handeln nicht mehr zum Großteil darauf beschränkt, existentielle Probleme in den Griff zu bekommen, wir haben heute Freiräume, vollkommen unnatürliche Lebensinhalte. Und diese lassen problemlos Ignoranz zu.

Es stellt sich nur die Frage, wo sie angebracht ist und wo nicht, welche Kraft sie ausüben kann und inne hat. Das tragische allerdings ist, dass wir uns dessen immer seltener bewusst sind.

Wir sind eine Gesellschaft, die das Zusammenleben an sich nicht mehr wirklich beherrscht, wir errichten uns nur noch leere Konstrukte und versuchen diese mit der Illusion einer funktionierenden Gesellschaft zu füllen. Wenn wir diese Konstrukte jedoch dauerhaft unserer Ignoranz aussetzen und diese mit Engagement und Einsicht verwechseln, sind wir früher oder später nicht einmal mehr Herr über unsere kleinen Konstrukte.





Sind wir nicht alle ein bisschen…

2 05 2011

[Im folgenden - wie auf meinem Blog immer - schreibe ich lediglich meine Meinung nieder. Wer diese nicht teilt, missbilligt oder sie auf eine andere Art und Weise minder schätzt, darf sich gern der "Herunterfahren"-Taste bedienen.]

… – Ja, eine gute Frage: “Was sind wir eigentlich?”

Nun, eigentlich ist dies eine Sache der Psychologen, vielleicht auch eine Sache der Philosophen, auf keinem Fall jedoch, so sollte man meinen, die eines Normalbürgers. Man benötigt sicherlich außerordentlich hohe Kompetenz und ein nicht minder zu schätzendes Fachwissen, um sich dieser Thematik anzunehmen – Ist dem so?

Wenn ich mir persönlich anschaue, was wir Menschen – konkreter Europäer – (geworden) sind, so möchte mir schlecht werden… Sehen wir uns doch einmal genauer an:

- Viele/die meisten von uns bekennen sich zumindest auf dem Papier dem christlichen Glauben und verstoßen reihenweise gegen bekannte Gebote…

- Wir sagen, dass wir soziale Wesen sind und scheren uns einen Dreck um unsere Mitmenschen, die teils auf den Straßen, vor Wohnhäusern ihr Dasein fristen….

- Uns ist bewusst, dass unser Umgang mit der Umwelt irgendwann verheerende Folgen haben wird, trotzdem lächeln wir nur leicht, sobald dieses Thema angesprochen wird…

- Unsere Staatengemeinschaft, Geschichte und Kultur verpflichten uns – zumindest moralisch – dazu, Ausländern zu helfen, ihnen Asyl zu gewähren und doch schieben wir sie in ihre vom Krieg gebeutelte Heimat zurück…

Wo soll man aufhören, solche Beispiele aufzuzählen? Wir selbst erleben viele vergleichbare Problematiken und Themenkomplexe im Alltag, wir denken sogar häufig über sie nach, aber was tun wir? – Vielleicht tun wir etwas, vielleicht handeln wir wirklich, dann jedoch auf jeden Fall zu langsam und mit fehlendem Engagement!

So lässt sich nur sagen: Wir Menschen, Europäer, leben profitorientiert und inmitten einer riesigen Gesellschaft recht rücksichtslos… – Das hört sich meiner Meinung nach paradox an, aber wie sonst soll man das ganze interpretieren?





Die typisch deutsche Gesellschaft…

24 02 2011

[Folgenden Text habe ich am 01.11.2010 auf meinem alten und mittlerweile inaktiven Blog "X-Zat's Blog" veröffentlicht - Der Text spiegelt lediglich meine persönliche  Meinung wieder, welche zwar nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, deswegen aber nicht zwangsläufig als realitätsfern zu bezeichnen ist.]

Die typisch deutsche Gesellschaft und ihre Präsenz… Für mich stellt sie ein Bild des Widerspruches dar. Warum Widerspruch?

Nun, die typisch deutsche Gesellschaft verhält sich im Großen und Ganzen gegen ihren Willen. – Sie wählt und muss dann gegen ihre Regierung protestieren (Herr Westerwelle, was war das noch mit den Steuern?), sie akzeptiert Entscheidungen, um gegen selbige wieder zu protestieren (S21 – ein Musterbeispiel!) und interessiert sich im Endeffekt zwar für das eigene Wohlergehen, verschwendet aber keinen Gedanken daran, sich zu informieren, sich zu beteiligen.

Wenn ich sehe, wie sich das deutsche Volk verhält, verstehe ich nicht, ob es überhaupt eine Chance zum Lernerfolg hat. Denn spätestens das Dritte Reich und seine Herrscher sowie Folgen sollten dem Volk eindringlich gezeigt haben, wie beeinflussbar wir sind. Der Umstand, dass das Kaiserreich nicht erfolgreich war, spielt hier keine Rolle. – Denn allein die Tatsache, dass der gute Deutsche sein Schicksal akzeptiert, anstatt zu handeln, handelt, ohne zu wissen und im Endeffekt „sieht, aber nicht sieht“ (um der Bibel auf sarkastische Weise gerecht zu werden), bringt uns in selbige Situation:

Das deutsche Volk, seine breite Masse (!), ist uninteressiert an dem, was ihm zustößt. Zwar bekommt es selbiges mit, missbilligt es auch, aber handeln oder vorzeitig erkennen…?

Ich beziehe mich nur auf die breite Masse, auf die Masse, welche sich solchen Gedanken vehement verschließt. Es gab in Zahlen viele, in der Relation zum Gesamten jedoch nur wenige , die einfach „anders“, sprich engagiert sind und mitdenken.





Info#01: Unglücke…

26 12 2010

…passieren überall.

Ich nehme es niemandem übel, sollte er aus meinen kleinen Hasstiraden falsche Schlüsse über mich, meine Aussagen und meine Persönlichkeit ziehen. Ich möchte letztlich erreichen, dass jeder meine Texte individuell interpretiert.

Es sei jedoch Vorsicht geboten: Das Niveau meiner Texte sollte darauf hinweisen, dass ich selbst auf ähnlichem agiere. Nicht alles muss wörtlich verstanden und übernommen werden, nicht alles ist meiner Person zuzusprechen.





Reduzieren wir uns doch einfach auf ein Minimum…

26 12 2010

[Im Folgenden ist natürlich nur meine Meinung niedergeschrieben, gespickt mit einer Hand voll Sarkasmus und serviert auf der Ironie im Grundgedanken.]

…und geben uns dem permanenten Opportunismus hin, passen uns unserer Bequemlichkeit an. Prinzipiell nichts schlechtes dabei, wäre das nicht auf der Ebene des Prinzips gleich zusetzen mit der Gleichschaltung, die der alte McHitler so toll fand.

Denn der alte McHitler dachte, es sei gut, die Idelogie des Volkes auf ein Minimum zu reduzieren und ihm die Freiheit zu rauben, sich dagegen zu wehren.

Heute aber ist nicht der Staat sondern die Gesellschaft schlauer: Um nicht gegen Rechte, Gesetze oder sonstiges zu verstoßen, geht sie den Weg des geringstem Widerstandes; Man passt sich einander an, man gibt nicht nur einen oberflächlichen Teil unser selbst ab, wir geben uns der Gesellschaft hin. Drastischer ausgedrückt: Wir lassen unseren Verstand, unser Gedankengut, unsere moralischen Wetvorstellungen von der Gesellschaft zu einem Minimum vergewaltigen.

Nun, ich begehe den großen Fehler und spreche von “wir” und “uns”. Man bedenke, dass ich mich alleine mit der Tatsache, dass ich vom Standard spreche und dies hier schreibe, nicht mit einbeziehen kann. Die Vorstellung wäre paradox.

-

Heute wird überall gepredigt, seinem Individualismus im Netz bequem nach zu gehen. Tun wir das, so werden wir nur wieder zu einer Masse. Paradox.





Bild Dir Deine Meinung…

16 12 2010

… und überlass’ der Ironie dieses Slogans die Oberhand.

Im Voraus möchte ich klar machen, dass dieser Artikel zwar ernst genommen werden darf, jedoch nicht wörtlich verstanden werden muss – Ich empfehle dem eigenen Wohlbefinden zu Gute, zwischen den Zeilen zu lesen.

“Bild Dir Deine Meinung” schallt es aus den Fernseher-Lautsprechern und mich überkommt insgeheim ein Gefühl der Verzweifelung aufgrund der Frage “Wo zur Hölle bin ich hier eigentlich?”.

Wo zur Hölle bin ich hier eigentlich, in einem Staat, der sich der Ironie oder der festen Überzeugung seine Meinung offensichtlich und bewusst vorschreiben, eintrichtern und manipulieren lässt. Dass dann noch ein Slogan wie “Bild Dir Deine Meinung” umher wütet, der sinngemäß zum Selbstdenken und zur Eigeninitiative aufruft, diese Masche unterstützt übertrifft meiner Meinung nach alles. – Wäre dem nur so und verbreitete es bloß moralisch korrekte und auf ihre Wahrheit geprüfte, neutrale, Beiträge so wäre es doch durchaus akzeptabel.

Aber nein: Der Durchschnitts-Deutsche muss des Prestiges wegen natürlich eine nicht näher genannte Zeitung erwerben. Damit aber bloß nicht zuviel gelesen werden muss, werden die meisten Informationen den merkwürdigerweise oft abgebildeten Bildern entnommen. Viele Bilder, eine klare Überschrift und kurze, provokante und fast schon primitiv formulierte Artikel – Das mag man.

Nein, die Schuld der genannten Zeitung ist es meiner Meinung nicht, dass das deutsche Volk meiner Meinung nach verdummt; es sind die Leute selbst. Welche Faktoren dabei welche Rollen spielen, sind mir weder im Detail bewusst, noch sind sie von Relevanz, da jeder jederzeit etwas ändern kann. Denn wer sich ein niedriges Niveau leisten kann, kann auch weniger Aufwand und Mittel in ein wertvolles Niveau investieren.





Start / Von den Netzwerken in den Blog

14 12 2010

So schnell kann es passieren: Ein neuer Blog ist entstanden.

Ich habe mich in letzter Zeit bereits von meiner Koexistenz im Netz, wie sie heute jeder zu besitzen pflegt, entfernt. Und genau diesen Prozess lasse ich nun in Form eines deutsch-sprachigen Blogs gipfeln; Ja, Momo lässt seinen verbalen Stoffwechsel-Endprodukten nun im Internet freien Lauf.

-> Hier muss mir niemand hin folgen, kann es aber, sofern er eigensinnige Hassreden auf gesteigertem Niveau über u.A. “die Gesellschaft” lesen und vielleicht sogar nachvollziehen möchte.

 

Soviel Info sollte für den ersten Artikel am ersten Tag des Blogs im fast Mitternacht reichen.

 

MfG,

Mo








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